Creadienstag: Mini-Strick

Da der kleine Mann mittags momentan nur auf mir oder in meinem Arm gut schläft, und ich somit außer Lesen und Surfen kaum etwas machen kann, nutze ich heute die Zeit dafür, mal wieder beim Creadienstag mitzumachen. In den letzten Wochen meiner Schwangerschaft habe ich, wie schon erwähnt, ein paar Sachen für den kleinen Neuankömmling gestrickt. Zu Beginn hatte ich leider nur noch massenhaft marineblaues und ein Restknäuel rotes Drops Baby Merino zur Verfügung, aus dem ich nach diesen Maßen eine kleine Kombi in Gr. 62/68 gestrickt habe. Diese hat sich inzwischen sowohl bei Ausfahrten mit dem Kinderwagen als auch beim Tragen im Mei Tai sehr bewährt. Die Hose ist etwas reichlich und passt auch noch gut für den Übergang. IMG_5173Zum Glück gab es bei Drops dann den letztjährigen Merino-Sale, mit dem ich die Farbpalette etwas erweitern konnte. Die beiden Pullover sind Eigenkreationen. Wichtig war für mich hier vor allem der Ausschnitt fürs komfortable An- und Ausziehen. IMG_5171Noch was zur Wolle, Drops Baby Merino: Ich hatte mir im letzten Jahr bereits einen Pullover daraus gestrickt und war damit sehr zufrieden. Sie verstrickt sich ausgezeichnet, ergibt ein wunderschön gleichmäßiges Maschenbild, verzieht sich nicht und ist super weich. Aber – und das ist wirklich ärgerlich – sie pillt. An meinem Pulli ist mir das noch nicht aufgefallen, aber bei den kleinen Sachen zeigte sich das jetzt leider sehr schnell. Vermutlich, weil diese in Kinderwagen/Trage stärkerer Reibung ausgesetzt sind. Schade – jetzt bin ich auf der Suche nach Garnalternativen.

Gestern war es hier in Berlin das erste Mal so sonnig warm, dass ich mich – den täglichen Spaziergang nutzend  (und auf das Verbrennen von Schwangerschaftspfunden verzichtend) – mit meinem Strickzeug auf eine Bank im Mauerpark setzen konnte. Während Herr F. friedlich schlief, habe ich ein paar Runden an seinem neuen kleinen Pullunder gestrickt (Drops Muskat). IMG_5259Vorlage ist dieses Modell aus „Das große Buch der Handarbeiten V“. IMG_5260Und damit mache ich heute mal wieder beim Creadienstag mit.

Nachlese und Ausblick

Leider lag mein Blog in den letzten Monaten brach. Was nicht heißt, dass hier nichts passiert wäre (ganz im Gegenteil!), aber mein Elan, hier zu posten und anderswo zu kommentieren, hielt sich in sehr engen Grenzen. Zeit, ein paar Dinge nachzuholen.

Nähtechnisch gab’s 2014 nicht allzu viel. Das lag im Wesentlichen an meinem kleinen ‚Hauptprojekt‘ des Jahres (siehe Bild), das erst zu Passform- und damit  einhergehenden Motivationsproblemen führte (auch wenn parallel mehrere  Moms-to-be fleißig nähten und bloggten) und im Laufe des Jahres dann dazu, dass meine Anstrengungen sich vermehrt auf die Herstellung von Mini-Kleidung richteten. IMG_5098-aSeitdem unser kleiner Mann Anfang Dezember unser Leben auf den Kopf gestellt hat, bin ich handarbeitstechnisch quasi lahm gelegt. Ideen habe ich viele, aber mir fehlt ganz einfach die Zeit, diese umzusetzen. Dazu kommt, dass mein Stoffvorrat aus Platzmangel in den Keller wandern musste und mir somit auch der Zugriff auf meine wichtigste Nähzutat erschwert ist.

Als Nachlese gibt’s hier jetzt noch Bilder der Burda-Shirtbluse, die sich schon sehr lange auf meiner To-Do-Liste befand und Anfang des letzten Jahres festig gestellt wurde. Leider weiß ich weder Ausgabe noch Schnittnummer, weil auch meine Nähzeitschriften in den Keller gewandert sind.

Update: Bei der Bluse handelt es sich um Nr. 110 aus der Burda 11/2010. Hier zu sehen.

IMG_5044Die Bluse hat sich auch bei kleinem Bauch sehr bewährt und erscheint mir mit leichtem Top drunter auch stilltaglich zu sein. Der Schnitt ist recht einfach und dankbar. Wenn man nicht wie ich 1. die Nahtzugabe an den vorderen Ausschnittblenden vergisst, 2. die Ärmel in mehrfacher Hinsicht falsch zuschneidet und einem dadurch 3. Stoff für das vorgesehene untere Bindeband fehlt. Ich musste also improvisieren: Ausschnitt mit zusätzlicher Blende versehen und statt Bindeband ein einfaches Bündchen rangenäht.

Weiteres fertig gewordenes Teil war ein Recyclinprojekt aus einem alten Sweatshirt: Burda 3/2014, 113 mit etwas abgewandeltem Ausschnitt. Eine Besprechung gibt es hier.

IMG_5031Außerdem ist ein Pullover für meine Mutti aus pflaumefarmener Drops Alpaka fertig geworden, den ich bei Gelegenheit hier noch einmal zeigen werde.

Da unser Kleiner ein Winterkind ist und wir außerdem auf viele Sachen aus dem Freundeskreis zurückgreifen konnten, habe ich mich für ihn zunächst auf ein paar kleine Strickprojekte beschränkt. Enstanden sind so eine Strickkombination, zwei Pullis, eine Weste und ein paar Accessoires. Fotos existieren noch nicht – die zeige ich dann gesondert.

Wie geht es in 2015 weiter? Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, wann und in welchem Umfang ich wieder Zeit für Handarbeiten, geschweige denn Nähen für mich selbst, finden werde. Die letzten Wochen drehte sich quasi jede Minute um das kleine neue Wesen, und es macht soviel Spaß, ihm bei seiner Entwicklung zuzusehen und seine Nähe zu genießen, dass ich ihn – selbst wenn er schläft – viel lieber Arm halte, als die Zeit für andere Dinge zu nutzen. Ich merke aber, dass sich auch wieder das Bedürfnis meldet, mich zurückzulehnen und entspannt ein paar Reihen zu stricken o. ä. zu machen. Und auch mal wieder zu bloggen.

Vielleicht finde ich ja hier im Umkreis (Berlin Prenzlauer Berg) demnächst auch ein paar näh- und handarbeitsbegeisterte Neu-Mamis für gelegentliche Treffs. Also: Falls die eine oder andere hier liest und Interesse hat – ich würde mich sehr über einen Kontakt freuen.

Creadienstag: gestickter Frühlingsbote

Zum Frühlingsbeginn eine passende Stickerei: ein kleiner Käfer aus dem Heft Jill Oxton’s Cross Stitch Nr. 44.

BildIm Heft kommt er in Gesellschaft von ein paar krabbeligen Kumpels um die Ecke, bei mir ist er erst mal noch allein unterwegs – was sich aber vermutlich noch ändern wird.

Und hier geht’s zum Stöbern zum heutigen Creadienstag – mit vielen kleineren und größeren selbstgemachten Dingen.

Frühlingsbluse, Burda 3/14, 106

Ich habe den inneren Näh-Schweinehund überwunden und kann den Frühling in diesem Jahr anständig, d. h. in einer neuen Bluse begrüßen. Hurra!

Die letzte Burda war zwar nicht soo überwältigend, aber ich habe schon zwei Stücke daraus genäht – zum einen die Bluse Nr. 106, mit leicht abgewandelten Ärmeln.

Bluse_Burda_03_2014_106_vornBluse_Burda_03_2014_106_Seite

Das Ganze ließ sich gut nähen, auch wenn der Viskosestoff ein bisschen flutschig war, insbesondere beim Einfassen mit Schrägband. Die Passform ist auch ganz ok, nur an der nach vorn übergezogenen Rücken-/Schulterpasse zuppelt es ein bisschen.

Zu den Änderungen: Ich mag bei Blusen einfach keine Manschetten, da ich die Ärmel gern nach oben schiebe. Ich habe deshalb einfach die Ärmel umgenäht und doppeltes Gummiband durchgezogen. Ich finde, das passt auch besser zum Stil bzw. zum Stoff der Bluse. Außerdem habe ich die Bluse ca. 10 cm länger gemacht als vorgegeben, damit sie etwas tiefer der Taille sitzt. Der Volant soll lt. Burda auch nicht versäubert werden. Da das bei dem Stoff wohl zu einer ziemlichen Franserei geführt hätte, habe ich die Außenseiten mit ganz feinem Zickzackstich umnäht.

Fazit: Relativ leichter Schnitt, der Sitz muss allerdings noch auf Alltagstauglichkeit getestet werden. Davon hängt dann auch ab, ob ich ihn in dieser Form nochmal nähen werde.

Bei dem verwendeten Stoff (Viskose vom Maybach-Stoffmarkt) geht leider der Volant vorn ein wenig unter. Finde ich jetzt aber nicht so schlimm – Hauptsache, er zaubert vorn ein bisschen ‚Fülle‘.

MMM #24: Noch mal in Pullover

Ja, der Frühling lauert. Und ich habe zu seinem angemessenen Empfang sogar schon eine Bluse genäht (und damit den inneren Näh-Schweinehund kräftig überrumpelt). Heute aber trotzdem noch mal in Pullover. Der ist bereits Anfang des Jahres fertig geworden (hier bereits an der Blauen Elise gezeigt) und wurde seitdem ebenso gern wie oft getragen; ein Bild an der Frau gab’s aber bislang noch nicht. Das wird hiermit geändert:

IMG_20140225_093706Eigentlich hätte ich ihn ja gern ein bisschen weiter gehabt, um ihn auch zu Jeans tragen zu können. Aber obwohl die Maschenprobe eigentlich stimmte und ich auch vorsichtshalber noch eine Nummer größer gestrickt habe, sitzt er jetzt recht figurnah. Deshab kombiniere ich ihn am liebsten zu diesem schwarzen, bereits in die Jahre gekommenen Kauf-Rock.

So, das nächste Mal wird hier hoffentlich was Frühlingshaftes gezeigt. Einige MMM-Damen tun das hier – präsentiert von Julia – bereits heute!

Creadienstag: Jetzt gibt’s Karos auf die Ohren!

Im Mietshaus ist das mit dem Klavierspielen ja immer so eine Sache. Deshalb habe ich mir vor ein paar Jahren ein Digitalpiano zugelegt, um so zu jeder Tages- oder auch Nachtzeit in die Tasten hauen zu können, ohne dass sich die Nachbarn beschweren. Was ich dazu natürlich auch brauche, sind Kopfhörer. Bei meinen hatte sich nur leider inszwischen der Schaumstoff zur Polsterung der Ohrteile so zersetzt, dass es beim Tragen ziemlich weh tat.

Ich habe also aus einem Stoffrest von meinen Kilt-Kissen neue Kopfhörerbezüge gebastelt: Einfach ein den Kopfhörern entsprechendes Oval mit rundherum ca. 3 – 4  cm Zugabe zuschneiden, die Kanten ca. 1,5 cm breit nach innen kippen, mit ca. 1 cm absteppen und durch den entstandenen Tunnel Gummiband ziehen, sodass sich die entstandenen Teile über die Hörer ziehen lassen, gut vernähen. Füllwatte etwas gößer als die Ohrhörer zuschneiden, in die Stoffteile legen und alles zusammen um die Ohrhörer ziehen. Voila! Wieder schön bequem und jetzt auch passend zu den Sofakissen.

IMG_5008IMG_5009Und hier geht’s zu den anderen Creadienstags-Projekten!

MMM #23: Heute mach‘ ich blau!

Korrekterweise muss es ‚bin‘ heißen, denn ich mach‘ ja heute nach unendlich langer Zeit tatsächlich mal wieder beim MMM mit. Auch wenn ich regelmäßig in Selbstgemachtem rumlaufe, so schaffe ich es doch leider selten, das auch in geeigneter Form zu dokumentieren.

Heute mit zwei Teilen, die ich hier und hier zwar schon mal ausführlicher vorgestellt habe, aber erstmals auch mit lange versprochenen Tragefotos vom Pulli. Denn da ich letzte Woche aus meiner Bürosauna (vollverglaste Südseite, keine Klimaanlage, Frischluft nur durch angekippbare Oberlichter) in ein ’normales‘ Büro ohne direkte Sonneneinstrahlung gezogen bin, kann ich dort jetzt auch bei freundlicherem Wetter in Pullover rumlaufen, ohne gleich die Motten zu kriegen.

Blau_1Der Pullover ist superbequem und superweich. Wenn ich ihn allerdings noch mal stricken würde, würde ich mir auf jeden Fall auch die Zeit nehmen, Armkugeln auszuarbeiten. Die Hose ist seit ihrer Fertigstellung regelmäßige Begleiterin und trägt sich trotz Wollstoff auch bei wärmeren Temperaturen sehr angenehm.

Herr S. macht übrigens mit blau. Mit neuen Socken an den Füßen. Die sind in echt viel dunkler – ich habe nur leider zzt. kein Grafikprogramm zum Korrigieren.

blaue_SockenBitte hier entlang, zu den vielen gut gekleideten MMM-Damen – heute präsentiert von Lucy (Nahtzugabe)!

Creadienstag: Brit Chic fürs Sofa

Auf der Suche nach Anregungen, wie ich mein sonst doch recht einheitlich in ecru/beige/braun gehaltenes Wohnzimmer ein bisschen aufpeppen könnte, bin ich bei ein paar englischen Wohnmagazinen hängengeblieben. Seitdem haben es mir der britische Countrystil und karierte Kissen/Sofas etc. angetan. Gerade im Winter (haha!) assoziiert man damit ja automatisch prasselndes Kaminfeuer, bequemen Ohrensessel und leckeren Whisky – also Gemütlichkeit pur.

Leider erwiesen sich bekannte und auch weniger bekannte Internetquellen sowie der Maybachufermarkt als nicht besonders hilfreich beim Auffinden passender, im finanziellen Rahmen liegender Karo-Wollstoffe. Beim Auktionshaus stolperte ich dann aber glücklicherweise irgendwann über ein günstiges Angebot an original schottischen Second-Hand-Kilts: Da diese ja im Wesentlichen aus einem in viele Falten gelegten langen Stück Stoff bestehen (in diesem Fall ca. 2 m x 70 cm), geradezu perfekt.

Einen der beiden bestellten Kilts habe ich dann auch gleich nach Empfang zerlegt, gewaschen und ein Sofakissen draus genäht. Das hat vorn einen ganz einfachen Hotelverschluss, den ich mit der Kiltnadel fixiert habe, damit er besser hält. Die Fransenkante des Kilts hab‘ ich einfach stehen lassen. (Das Kissen daneben hab‘ ich vor in paar Jahren gestrickt.)

kariertes_KissenDas zweite Kissen folgt noch. Der andere Kilt passte überraschenderweise, braucht aber noch einen passen Pullover/Strickjacke.

Und hier geht’s lang zum Creadienstag und wieder einer riesigen Menge an kreativen Ideen!

Rückblick und Vorsätze

Ah ja. Da ist also der Januar auch schon einfach wieder so sang-, klang- und vor allem lichtlos dahin gegangen. Und eigentlich wollte ich ja das alte Jahr noch etwas Revue passieren lassen – die Basis dieses Post war schon in der zweiten Woche des Jahres gelegt, nur Bilder zum Aufhübschen felten noch. Gut, dann eben jetzt.

Bei mir herrschte 2013 nähtechnisch leider ziemliche Flaute. Das war im Wesentlichen beruflich bedingt, da ich im Büro durchgängig sehr viel Stress hatte und damit jeden Tag ziemlich spät und entsprechend erledigt nach Hause kam.  Und da meine Couch unter diesen Umständen eine riesengroße Anziehungskraft auf mich ausübte, lag der Griff zu den Strick- und Sticknadeln näher als der zur Nähmaschine. Zum anderen hatte ich meinen Kleiderschrank in den beiden vorangegangenen Nähjahren gut befüllt, sodass ich in dieser Hinsicht kein echtes Bedürfnis verspürte. Im letzten Jahr sind somit lediglich

neu dazu gekommen. In das Kleid versuche ich derzeit wieder reinzuwachsen, zum Glück hat der Cord einen Elasthananteil.

2013 wurde dagegen für mich zum ersten echten Strickjahr, mit dem Ergebnis von

IMG_4990IMG_4992und an einem Pullover für meine Mutti sitzte ich noch.

Daneben habe ich eine Mitteldecke und ein paar weihnachtliche Kleinigkeiten gestickt (alles echte Zeitfresser und deshalb auch nicht ganz fertig geworden; aber das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt!)

IMG_4995und außerdem sind ein paar Sachen als Upcycling-Projekte entstanden. Im Ganzen also keine so schlechte Bilanz, auch wenn ich viele Sachen, die ich mir vorgenommen hatte, nicht geschafft habe.

Von 2014 erhoffe ich mir definitiv ein bisschen mehr Schaffenskraft. Und damit ich mich bei all den Dingen, die ich so gern umsetzen möchte, nicht verzettele, hier die momentan für mich wichtigsten Handarbeitsvorhaben:

1. neue Stricktechniken erlernen

Hier möchte mich im neuen Jahr an Fair Isle-Muster, Rundpassen und Raglan herantasten und auf jeden Fall ein paar Handschuhe stricken.

2. mich an eine Jacke/einen Mantel/ein Cape wagen

Ich habe beim letzten Wintermantel-Sew-Along begeistert verfolgt, welche tollen Ergebnisse dabei herausgekommen sind. Und da mein aktueller Wintermantel nach dieser Saison definitiv reif für den Ruhestand ist und mir zudem auch eine schöne Übergangsjacke fehlt, werde ich mich bei meinen Nähvorhaben in diesem Jahr darauf konzentrieren.

Zudem habe ich angefangen Brot zu backen und hoffe, mich nach und nach auch in die Geheimnisse des selbstgemachten Sauerteigs einzufinden.

Und außerdem soll es hier auf dem Blog auch wieder etwas lebendiger werden – in dieser Hinsicht hakte es nämlich im letzten wirklich, auch mit dem Kommentieren bei anderen (Asche auf mein Haupt!). Ebenso mit der Teilnahme am MMM u. ä., für die, obwohl ich regelmäßig Selbstgemachtes trage, mir einfach der Nerv fehlte (von wegen Bilder machen und so).

Der Rahmen steht also, mal sehen, wie’s dieses Jahr so mit der Umsetzung läuft.

Euch allen noch ein frohes und gesundes Jahr restliches 2014 – und dass Ihr all die Dinge umsetzen könnt, die Euch am Herzen liegen!

Weihnachtliches

Ja, der letzte Post ist schon wieder ein wenig her. Nicht, dass ich in der ganzen Zeit untätig gewesen wäre, aber der Fortschritt meines im Juli begonnenen Großprojekts ‚Roter Pullover‘ wies zeitweise durchaus Parallelen zu einem anderen Berliner Vorhaben auf. Der Fertigstellungstermin hier ist aber absehbar (es fehlt nur noch die Ausschnittblende) – ich schätze vorsichtig auf Ende des Jahres.

Pullover_rotPullover_rot_SeiteUnd da es ja auch in Berlin mehrere Großbaustellen gleichzeitig gibt, habe ich parallel ein neues Projekt begonnen. Diesmal nicht für mich, sondern meine Mutti: Einen Pullover aus pflaumefarbener Drops Alpaca. Das Rückenteil dafür ist fast fertig.

Der Rest der Zeit ging dann mit diversen Kleinigkeiten sowie den Vorbereitungen für eine größere Familienfeier drauf. Im Büro ging’s auch wieder drunter und drüber, und überhaupt steht mir momentan so gar nicht der Sinn nach Nähen, da man dafür die Couch verlassen muss.

Außerdem klopft Weihnachtenan die Tür. Was hatte ich mir für dieses Jahr nicht alles vorgenommen: Selbstgemachte Geschenke, Karten, Deko, diverse Leckereien von Plätzchen bis Likör und und und – die Liste war ellenlang, Panik zunehmend spürbar, obwohl ich diesmal in weiser Voraussicht sogar auf ein Weihnachtskleid verzichtete. An ein paar der o. g. Dinge kann ich Haken machen: Neben den Plätzchen sind ein paar gestickte Karten fertig geworden und das Eichhörnchen für den Sohn einer Kollegin. Beim Rest muss ich passen.

Karten

EichhörnchenDie Posts zum Thema (Weihnachts-)Entschleunigung (z. B. hier und hier) sprachen mir aus der Seele: Wieder zu viel vorgenommen, weil dieses Weihnachten superduper toll werden soll, weil’s soooo uuunendlich viele schöne Ideen umzusetzen gibt,  weil andere es ja auch – und anscheinend mühelos – schaffen? Ja, ich gehe dem Überangebot an Anregungen und deren schöner Präsentation regelmäßig auf den Leim und überschätze mich und meine freie Zeit. Und weil der nächste Dekovorschlag und das nächste Plätzchenrezept ja noch besser sein könnte als das letzte, ertappe ich mich außerdem dabei, wie ich in untätiger Erstarrung verharre – optionsparalysiert!!!

Mir – zugegebenermaßen schweren Herzens – eingestehend, dass eigentlich gar keiner – außer mir selbst – von mir Perfektion erwartet, bin ich dann der Einfachheit halber wieder bei meinen bereits in den letzten Jahren erprobten Plätzchen gelandet, die auch sehr lecker sind. Der Rest der obigen Liste wurde ersatzlos gestrichen, ebenso die bislang obligatorische Gans am 1. Feiertagabend samt Family bei mir, und Heiligabend gibt’s statt Vier-Gänge-Menü diesmal Pizza-Raclette. Nach diesen Entscheidungen hab‘ ich mich dann (relativ) entschleunigt aufs Sofa gesetzt und zur weiteren Entspannung zur Nadel gegriffen.

joyeux_noel In diesem Sinne wünsch‘ ich Euch ein frohes und hoffentlich ebenfalls entspanntes Weihnachtsfest!

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